Kaiserbäder unterstützen Usedom-Projekt mit Erlös aus Silvester-Müllsammelaktion

Mit der Initiative „Lieber in die Büchse als in die See“ begegnen die Kaiserbäder den großen Mengen an Müll, die jedes Jahr nach Silvester Usedoms Strände verschmutzen. Witzige Müllbehälter in Form überdimensionierter leuchtend gelber Fischdosen sensibilisieren sowohl Insulaner als auch Gäste auf humorvolle Weise für das Thema. Im Gegenzug für jedes gesammelte Kilogramm Müll steuern die Kaiserbäder 50 Cent bei, um ein nachhaltiges Projekt zu unterstützen. In diesem Jahr kommt der Erlös von 1.250 Euro dem Usedom-Projekt zu Gute.

Bereits im letzten Jahr wurde im Rahmen der Kampagne der Abfall aus den Fischbüchsen gewogen, umgerechnet und gespendet. In diesem Jahr landeten zu Silvester knapp 2,49 Tonnen Abfall in den Fischbüchsen, und für jedes Kilogramm Müll spendet der Eigenbetrieb Kaiserbäder Insel Usedom 0,50 Euro. Während sich zu Beginn des Jahres 2019 der NABU über knapp 1.200 € freuen durfte, verbleibt das Geld in diesem Jahr auf der Insel: Insgesamt 1.246,50 € gehen an das „Usedom Projekt“.

Entwickelt wurden die lustigen Fischbüchsen, die am Strand richtige Eyecatcher sind, in Kooperation mit Ingbert Völker von der Eventfirma FXdeco, Claudia Pautz von Inselverliebt Usedom und Jan Kubea von Use-domer Fotografie.

„Als wir mit der Kampagne „Lieber in die Büchse als in die See“ vor ein paar Jahren begonnen haben, war unser Ziel, den Küstenschutz auf der Insel Usedom aktiv voranzutreiben,“ informiert Thomas Heilmann, Kurdirektor der Kaiserbäder. „Im Usedom-Projekt haben wir einen Partner in dieser Bestrebung gefunden. Deshalb freue ich mich, dem Usedom-Projekt diese kleine finanzielle Zuwendung übergeben zu können“, äußert sich Heilmann zufrieden. „Es ist sicher nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Doch aus meiner Sicht ist das Usedom-Projekt ein tolles Vorbild, jungen Menschen Verantwortung beizubringen und zu übertragen. Für unsere Umwelt lohnt sich jeder noch so kleine Schritt, genauso für das Miteinander unter uns Menschen,“ so Heilmann weiter.

„Die Kaiserbäder zeigen, wie man mit einer originellen und witzigen Idee zum Mitmachen motiviert. Denn nur, wenn das Bewusstsein ganz vieler Menschen für unsere wunderschöne Inselnatur geweckt wird, können wir sie gemeinsam bewahren,“ ist Annika Ziegler, Initiatorin des Usedom-Projekts überzeugt. Auch das Usedom-Projekt möchte für ökologische Zusammenhänge auf der Insel sensibilisieren. Die Spende fließt deshalb in die diesjährige Aktion “Klimatage 2020“ am 3. und 4. April, die die Initiativen und Projekte von rund 50 Einzelakteuren zu Themen der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit bündelt. Vorbereitet wurden die Klimatage in Wochenendseminaren von Auszubildenden, Studierenden und Schülern aus der Region.